Die neue Ausgabe der Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung, 9/2 (2018), ist erschienen.

Der Schwerpunkt der vorliegenden Ausgabe ist den sogenannten »alternative facts« gewidmet. Diese paradoxe Wortschöpfung von Kellyanne Conway, der Beraterin des amerikanischen Präsidenten, und die sich anschließenden Kontroversen sind für die Kultur- und Medienwissenschaft eine Herausforderung. Nicht nur politisch, sondern auch epistemologisch. Denn wenn man die Denkmöglichkeit »alternativer Fakten« ernst nimmt als ein epistemisches Ereignis, dann wird es für die Medien- und Kulturforschung zu einer dringlichen Aufgabe, die Wissens- und Medienarchäologie des Faktums aufzuarbeiten. Der Grund, warum die Wortschöpfung »alternative Fakten« paradox erscheint, besteht offenbar darin, dass er unserem modernen Faktenbegriff widerspricht, demnach ein Faktum eben deshalb ein Faktum ist, weil es keine Alternative haben kann.

Erfahren Sie hier mehr zur neuen Ausgabe unserer Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung.