Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung

erscheint halbjährlich im Felix Meiner Verlag, Hamburg 



 Heft 1/13: »Medienanthropologie«

 Heft 2/12: »Kollektiv«

 Heft 1/12: »Entwerfen«



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Herausgegeben von Lorenz Engell und Bernhard Siegert

Redaktion
Michael Cuntz, Harun Maye, Leander Scholz

Redaktionsassistenz
Julia Tarsten
Tom Ullrich

Wissenschaftlicher Beirat
Raymond Bellour, Hans Belting, Hartmut Böhme, Régis Debray, Georges Didi-Huberman, Hans Ulrich Gumbrecht, Christoph Menke, Mario Perniola, Renate Schlesier, Samuel Weber, Sigrid Weigel

Nr. 1/13: Schwerpunkt »Medienanthropologie«

Mit dem Thema der Medienanthropologie kehrt eine Fragestellung in den Fokus der ZMK zurück, die zu den Schwerpunkten ihres wissenschaftlichen Programms gehört. In ihrer ersten Ausgabe hat die ZMK sich bereits damit befasst, die Leitfrage nach dem Menschen medientheoretisch und kulturtechnisch neu zu grundieren. Nicht so sehr was, sondern wo und wann, unter welchen Bedingungen und mithilfe welcher Instrumente und Operationen der Mensch sei, darum, so der Ausgangsgedanke, geht es der Medienanthropologie. Menschen werden gemacht, durch Messungen und Beobachtungen, durch Darstellungen und Durchleuchtungen, durch Klassifizierung und Regulierung, durch Vermittlung an die Welt, an andere Menschen, an sich selbst, an das, was nicht Mensch sein soll, an Ahnen und Götter, an Tiere, Kunstwerke und andere Dinge. Medien sind dabei die Werkzeuge solcher Verfertigung: Messinstrumente, Archivierungstechniken, bildgebende Verfahren, Veröffentlichungspraktiken, rituelle Objekte und allerlei Zwischen-Dinge, die die Beziehungen und Geflechte, aus denen sich das Menschsein ergibt, erst aufführen und reproduzierbar machen. Verfolgt man diesen Weg weiter, so wird man bald dazu kommen, traditionelle begriffliche Bestimmungen des Menschseins durch technische oder rituelle, mediale oder ästhetische Operationen ersetzen zu können, die dann auch auf Nicht-Menschen übertragbar werden, die dabei die Umschlagprozesse zwischen Mensch und Nicht-Mensch sichtbar machen, die Mitwirkung des Nichtmenschlichen am Menschlichen dartun und insgesamt an die Stelle der Absetzung des Menschen vom Nichtmenschen deren Verstrickung setzen.

 

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Editorial der Herausgeber

Josef Früchtl: ›Denn da ist keine Stelle, die dich nicht sieht.‹
Minority Report und die Kunst als De/Legitimation


 Debatte: »Transparenz« mit Beiträgen von Anita Möllering und Claus Leggewie
 

über die Zeitschrift

Die Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung (ZMK) zielt auf die fächerübergreifende Diskussion einer Theorie der Kulturtechniken sowie medienphilosophischer Problemstellungen. Dabei geht sie davon aus, dass sich die Evolution medienkultureller Zusammenhänge nur adäquat erfassen lässt, wenn der Rolle von Artefakten, Apparaturen und Dispositiven bei Kulturleistungen und deren Reflexion Rechnung getragen wird. Der Schwerpunkt der Fachbeiträge liegt daher auf der Analyse der Wechselbeziehungen von Handlungen, Erkenntnissen und Werken in Ensembles aus menschlichen und nichtmenschlichen Agenten. Damit bietet die Zeitschrift auch der inzwischen als Fachdisziplin etablierten kulturwissenschaftlichen Medienforschung ein internationales Forum.


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